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SUMMARY:Wegen Erkrankung der Künstlerin abgesagt: Katrin Bernhardt "Das letze Hemd hat viele Taschen"
DESCRIPTION:Am 4. und 5. November 2023 wird im Schloss Fischau der jahrtausendealte Brauch der Grabbeigaben als interaktive Versuchsanordnung neu interpretiert. \nDie Künstlerin Katrin Bernhardt fordert Interessierte dazu auf\, drei bis maximal zehn Gegenstände mitzubringen\, die sie als ihre persönlichen Grabbeigaben wählen würden. Der Umriss der am K unstprojekt teilnehmenden Person wird auf einem großformatigen Papier nachgezeichnet und die mitgebrachten Objekte in der zeichnerisch angegebene Grabgrube positioniert. Anschließend erfolgt die fotografische Dokumentation des Arrangements. Die entstandenen Bilder werden vor Ort via Plotter ausgedruckt und in der Ausstellung\, die über das Wochenende hinweg permanent wächst\, platziert. \nAnmeldungen: art@schloss-fischau.at \nÖffnungszeiten: Sa\, 4.11. und So\, 5.11.\njeweils von 10 – 13 Uhr und 14 – 18 Uhr \nDie Ausstellung ist bis 19. November samstags und sonntags\nvon 17 – 19 Uhr und gegen Voranmeldung zu besichtigen. \nDetailkonzept \nIn prähistorischen sowie antiken Kulturen gaben Hinterbliebene Verstorbenen Gegenstände mit ins Grab\, die sie für einen Übertritt ins Jenseits oder das Weiterleben in anderen Sphären als unabdingbar oder zumindest hilfreich erachteten. Diese Beigaben konnten gleichzeitig über den sozialen Status\, gender\, Familienstand\, Alter\, Beruf etc. der verblichenen Personen Auskunft geben. Dieser auch in unseren Breitengraden übliche Brauch kommt spätestens im Hochmittelalter zum Erliegen. \nDas Kunstprojekt widmet sich der Neuinterpretation dieses jahrtausendelang praktizierten Rituals. Im Vorfeld der Veranstaltung werden Besucher*innen dazu aufgefordert\, Gegenstände mitzubringen\, die sie als ihre persönlichen Grabbeigaben wählen würden. Die porträtierte Person legt sich dann in der von ihrer bevorzugten Körperhaltung auf großformatiges Papier\, auf dem die Körperumrisse nachgezeichnet werden. Diese sind stark stilisiert und nehmen Anleihe bei Tatortmarkierungen moderner Kriminalserien. Diese beabsichtigte Künstlichkeit trägt dem Umstand Rechnung\, dass es sich bei den Kunstwerken um postmoderne Produkte handelt und nicht um die Wiederherstellung einer wie auch immer gearteten Historizität. \nDie teilnehmende Person kann danach vom Papier aufstehen und die mitgebrachten Objekte werden in der um den Körper gezeichneten Grabgrube oder auf dem „Leichnam“ positioniert. Danach erfolgt die fotografische Dokumentation des Arrangements. Die entstandenen Bilder werden via Plotter vor Ort ausgedruckt (Breite 59\,4 cm\, Länge ca. 60-120 cm) und in der Ausstellung platziert\, die somit permanent wächst. \nDas Kunstprojekt fordert dazu auf\, über die eigene Lebensspanne hinauszudenken und sich in größere historische Dimensionen einzubetten. Im besten Fall begeben sich die Teilnehmer*innen am Projekt bzw. die Besucher*innen der Ausstellung auf die Suche nach der Essenz ihrer Persönlichkeit. Die Arbeiten regen dazu an\, darüber nachzudenken: Was bleibt von mir als Person nach diesem Leben? Was zeichnet mich auch? Wer bin ich und wer will ich nach meinem Tod in der Erinnerung anderer sein?
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LOCATION:Schloss Fischau\, Wiener Neustädterstraße 3\, Bad Fischau-Brunn\, 2721\, Austria
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