Kunst im Bad – Johanna Hruby „19 Grad“
11. August - 23. August

Eröffnung: 11. August, 19 Uhr im Heizhaus des Fischauer Thermalbades
Ausstellungsdauer: bis 23. August 2026
Die Ausstellungen sind zu den Öffnungszeiten des Thermalbades im HEIZHAUS bei freiem Eintritt zu besichtigen.
19 Grad
Die Freude an der Fotografie wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Schon in jungen Jahren begleitete ich meinen Vater zu seinen Fotoaufträgen und habe früh gelernt, genau hinzusehen. In vielen schwierigen Situationen hat mich die Fotografie „gerettet“. Den Fokus auf etwas anderes zu richten, hilft mir bis heute. Die Liebe zu Bad Fischau wurde mir von meiner Mama mitgegeben. Schon als Kind träumte ich von einer Saisonkabine – alle Sachen im Bad lassen zu können und jederzeit hierherzukommen, hatte für mich etwas ganz Besonderes.
Und damit sind wir bei „19 Grad“.
Die Frage, die man als „echter Fischauer“ immer wieder gestellt bekommt, lautet: „Wie viel Grad hat das Wasser?“ Die Antwort ist so einfach wie konstant: Es hat immer 19 Grad.
Diese Beständigkeit fasziniert mich. Ein Ort, der sich scheinbar nicht verändert – und doch ist jedes Bild ein anderes. Licht, Jahreszeit, Stimmung und Menschen machen jeden Moment einzigartig. Unter dem Hashtag „das schönste Bad der Welt“ poste ich seit vielen Jahren meine Fotos aus Bad Fischau – weil es für mich genau das ist. Die Resonanz darauf war immer sehr positiv, umso mehr freut es mich, diese Arbeiten heuer im Pumpenhaus zeigen zu dürfen.
Ich liebe die stillen Zeiten im Bad: im Hochsommer am frühen Morgen, wenn noch niemand da ist, oder am Abend nach einem heißen Tag, wenn die letzten Gäste gegangen sind. Das Licht ist dann besonders, es entstehen wunderschöne Spiegelungen, und vor allem ist da diese Ruhe, die den Ort für mich so einzigartig macht.
In den Jahren, in denen meine Mama schwer krank war, habe ich die Freude am Bad zeitweise verloren. Auch hier hat mich die Fotografie wieder „gerettet“ – und so ist die Liebe zu diesem Ort zurückgekommen und geblieben.
Über mich
Schon während meines Studiums verliebte ich mich in das Leben im Theater, ich sammelte erste Erfahrungen und arbeitete anschließend viele Jahre in unterschiedlichen Bereichen der Kultur- und Medienbranche – von der Theaterarbeit über Künstlerbetreuung und Pressearbeit bis hin zur Personaldisposition im Fernsehen. Parallel dazu war ich fast 20 Jahre lang freiberuflich in der Pressearbeit für Sommertheater sowie Künstlerinnen und Künstler tätig. Zu den prägendsten Projekten zählen für mich die Zusammenarbeit mit Maresa Hörbiger, der Aufbau mehrerer Sommertheaterproduktionen sowie die Pressebetreuung des Wiener Stadtfests.
Nach mehr als 20 Jahren in der Kulturbranche wechselte ich zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen, wo ich hauptsächlich Veranstaltungen wie die Gedenkfeier gegen Gewalt und Rassismus in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Parlament betreute.
Durch die Erkrankung meiner Mama und die damit verbundenen Veränderungen habe ich meinen beruflichen


